Vorstand

Sieg der ersten und dritten Mannschaft am Wochenende

10. Dezember 2017

 Multatuli Ingelheim siegt im Spitzenspiel und übernimmt die Tabellenführung

Im Spitzenspiel der zweiten Rheinhessenliga standen sich der Schachverein Multatuli Ingelheim e.V. und der Kreuznacher SV 1921 e.V. II gegenüber. Ingelheim genoss gegen den bisherigen Tabellenführer Heimrecht und hoffte, vor diesem Spieltag mit einem Sieg gegen den direkten Tabellennachbarn an die Tabellenspitze zu gelangen.

 Zeitgleich spielte die dritte Mannschaft aus Ingelheim in der Kreisliga gegen Bad Kreuznach III. Mit einem zuvor nicht zu erwarteten hohen 4:1 Sieg gelang es den Multatuli-Mannen ihre Tabellenführung in der Kreisliga zu verteidigen. Nicht eine Partie wurde verloren gegeben. Wie Tim Braig remisierte auch Lukas Lang gegen Peter Reiß in recht ausgeglichener Stellung. Die drei weiteren Spiele wurden aus Ingelheimer Sicht alle gewonnen. Genau wie Erik Firnges war dabei auch Elias Colditz siegreich. Colditz hatte eine Figurenminorität, welche er in zwei Mehrbauern umwandelte, was für seinen Gegenüber nicht zu halten war. Simon Heinßen gewann am ersten Brett und behält dadurch, wie auch Colditz, seine Einhundertprozentmarke.

 

Die erste Mannschaft aus Ingelheim war für das Spitzenspiel bestens gerüstet, da ihr etwa eineinhalb Wochen zuvor im Mannschaftspokal eine Überraschung gelang, indem sie gegen die höherklassiger spielende Mannschaft SV Mainz-Mombach mit 2,5:1,5 siegte. Hier spielten R. Welsch, B. Raddatz, A. Dosch Remis. Den nötigen Siegespunkt erbrachte T. Henkel.

Am zurückliegenden Sonntag fuhr das erste Ingelheimer Team in dieser Erfolgsspur weiter.
Die Schachspieler aus Kreuznach und Ingelheim schenkten sich dabei nichts und kämpften hart um die Tabellenspitze. Gute Möglichkeiten und Vorteile in den Partien bei Hans Werner Saala, Paul Poplawski und Thomas Henkel ließen Siegeschancen erahnen. Hans Werner Saala einigte sich am sechsten Brett mit Viktor Geiger auf Remis, obgleich genau dieses Resultat nicht zu vermuten war. Saala nahm Bauernverluste auf seinem Damenflügel billigend in Kauf. Dafür erreichte er eine relative Bewegungsunfähigkeit des gegnerischen Springers, gepaart mit einem druckvollen Angriff auf den Königsflügel und doch konnte er den gewünschten vollen Brettpunkt nicht erzielen. Wie in seiner Eröffnung wurde an diesem Spieltag am häufigsten mit dem Zug „e4“ begonnen und auf insgesamt vier verschiedene Möglichkeiten dagegengehalten. Somit war für Abwechslung gesorgt.
P. Poplawski hatte bereits einen Mehrbauern und wirkte siegessicher. Statt der Führung für Multatuli, musste er aber durch Ungenauigkeiten doch den Kreuznachern die zwischenzeitliche Führung überlassen. Bernd Raddatz am Nebenbrett konnte seiner wertungsgemäßen Favoritenrolle nicht gerecht werden und willigte ins Remis ein.
Am zweiten Brett saßen sich Björn Colditz und Dr. Rainer Goldt gegenüber.
Bei kurzer gegen langer Rochade wurden die Schwerfiguren und jeweils drei Leichtfiguren getauscht, so dass Colditz mit Läufer, Bauern (auch isolierte) gegen Springer in Verbindung mit Bauern zu taktieren hatte. Schlussendlich einigte man sich auf Remis. Zum 2,5:2,5 Ausgleich punktete nun Roland Welsch. Er dominierte mit Turm und Springer die F-Linie und setzte sich gegen den Konter auf dem Damenflügel mit einer sehenswerten Angriffskombination durch.

Da zuvor die Ingelheimer gute Möglichkeiten nicht genutzt hatten, war zu diesem Zeitpunkt unklar, ob die Ingelheimer oder die Kreuznacher am Ende die Nase vorne haben würden. Im Endspiel zweier weißfarbiger Läufer im Bauernverbund einigten sich Alexander Dosch und Viktor Minkin auf Remis. Die 4:3 Führung erzielte nun überraschend Anton Wachtel am fünften Brett. War A. Wachtel sich im Endspiel mit jeweils zwei Türmen der Bauernminderheit bewusst, versuchte er mit seinen Türmen kess auf des Gegners Grundreihen vorzudringen. Dieses Manöver hatte weiteren Bauernverlust zur Folge, jedoch sicherte er sich so die Möglichkeiten auf ein Dauerschach, da der weiße König den Schachs nicht mehr entrinnen konnte. Das unerwartete Matt war für Wachtel und für Ingelheim umso erfreulicher.
So konnte Thomas Henkel entspannt durchatmen und musste sein schweres Mehrbauernendspiel nicht mit biegen und brechen gewinnen, sondern konnte sich auf ein Remis einigen. Am Ende steht nun für Ingelheim der 4,5:3,5 Sieg im Spitzenspiel, welches seinem Namen alle Ehre machte.

Spielbericht: Alexander Dosch


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Dez 11, 2017 Kategorie: General Erstellt von: admin

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