Schach-Jugend-Grand-Prix in Ingelheim
Rheinhessische Jugendeinzelmeisterschaft bei uns in Frei-Weinheim
03.-06. Januar 2026
Das neue Jahr haben wir als Gastgeber einleiten dürfen: Vom 03. bis 06. Januar waren 71 Spielerinnen und Spieler aller rheinhessischen Vereine bei uns im Bürgerhaus in Frei-Weinheim. Gespielt wurde um die Qualifikation zur Rheinland-Pfälzischen Jugendeinzelmeisterschaft. 13 der 71 Teilnehmenden waren Jugendliche aus unserem Verein. Einige davon erspielten sich hervorragende Ergebnisse.
In der U10 vertraten uns Eszter Gyácsok und Gabriel Strauß. Für Eszter war das die zweite und für Gabriel die erste Teilnahme bei einer Rheinhessischen Jugendeinzelmeisterschaft. In dem sehr starken Teilnehmerfeld konnten sie sich noch nicht voll souverän behaupten, konnten aber trotzdem auch Partien für sich entscheiden. Wir sind gespannt, wie sich Eszter und Gabriel nächstes Jahr schlagen werden.
In der U12 spielten für uns Julian Bracht, Lukas González Peisker, Mattis Wünsch und Simon Krähmer. Julian spielte ein sehr starkes Turnier und konnte sich im Verlauf auch gegen Mattis durchsetzen. Gegen zwei sehr starke Gegner in den letzten beiden Runden hatte Julian dann jedoch das Nachsehen und rutschte auf Platz 7 der 25 Teilnehmenden ab. Trotzdem hat Julian damit gute Chancen auf einen Startplatz bei der Rheinland-Pfälzischen Jugendeinzelmeisterschaft.
Lukas hatte in der Meisterschaft einiges an Paarungspech und musste gegen die stärksten Spieler des Turniers, darunter auch Vereinskollege Simon, antreten. Entsprechend landete Lukas am Ende auf Platz 12, obwohl er unter anderen Umständen locker die Top 10 geschafft hätte.
Direkt hinter Lukas landete Mattis Wünsch, für den die Meisterschaft erst das zweite große Turnier mit langer Bedenkzeit war. Gegen Julian und Lukas musste er sich zwar geschlagen geben, sammelte aber Punkte gegen die Spieler der anderen Vereine und konnte sogar dem 400 Punkte stärkeren Turnierfavoriten Emil Fitz vom Kreuznacher Schachverein ein Remis abringen. Mit einem soliden Mittelfeldplatz kann Mattis also voll zufrieden sein.
Den größten Erfolg in der U12 feierte Simon Krähmer, der im Turnier nur gegen Noah Bortz von Vorwärts Orient Mainz eine Niederlage einstecken musste, sich danach berappelte und die letzten drei Partien in Folge allesamt gewann. Mit einem DWZ-Plus von 90 Punkten hatte sich Simon damit den zweiten Platz und den dazugehörigen Pokal mehr als verdient und sich damit automatisch für die Rheinland-Pfälzische Jugendeinzelmeisterschaft qualifiziert. Wir sind begeistert von Simons herausragender Leistung.
In der U14 war Alexander Seidel unser einziger Vertreter und hatte einen schlechten Start in das Turnier. Nach einem Pflichtsieg in der ersten Runde musste Alex zwei Niederlagen hintereinander einstecken, da ihm das Zeitformat ohne Bonus nach 40 Zügen nicht lag. In Runde 4 und 7 schaffte er es nicht, seine Stellungen zum vollen Punkt zu verwerten und blieb auf Platz 7 hinter seinen Möglichkeiten. Zum Glück hatte sich Alex Ende 2025 mit einer tollen Performance beim DWZ-Cup in Bad Kreuznach ein ordentliches DWZ-Polster angelegt und kann die Minuspunkte jetzt gut verkraften.
In der U16 konnten wir mit Mateo González Peisker den Turnierfavoriten stellen. Mateo hatte zuletzt das Heusenstamm B-Open gewonnen und auch bei der DSAM in Bonn fantastisch gespielt. Entsprechend große Hoffnungen machte er sich auf den ersten Platz in der U16. Doch direkt in der zweiten Runde war Mateo unachtsam gegen Aaaron Dienlin von den Schachfreunden Mainz und übersah ein zweizügiges Matt kurz nach Ende der Eröffnungsphase. Danach spielte er wieder gewohnt überragend und erzielte insgesamt 5,5 Punkte aus sieben Partien. Wegen minimal schlechterer Feinwertung bescherte ihm das jedoch leider nur den dritten Platz. Wegen Mateos hoher DWZ sollte er jedoch trotzdem gute Aussichten auf einen Freiplatz zur Rheinland-Pfälzischen Jugendeinzelmeisterschaft haben.
In der U18 waren wir am stärksten vertreten. Fünf der sieben Spielenden waren Ingelheimer: Arnav Sharma, Dzvinka Gyácsok, Elias Montonen, Lian Elvers und Qihang Yue.
Arnav hatte ein merkwürdiges Turnier. Er musste vier Niederlagen einstecken und schaffte es nicht, einen Sieg einzufahren. Das einzige Remis, das er erspielen konnte, gelang ihm jedoch gegen Qihang, den stärksten Spieler des Turniers. Eine wahnsinnig gute Leistung in einem ansonst unglücklichen Turnier.
Dzvinka spielte souverän, musste sich jedoch in der vierten Runde Sebastian Schiller vom Kreuznacher Schachverein geschlagen geben. Dadurch landete sie mit ihm und Philipp Graetz vom SC Landskrone auf einem geteilten zweiten Platz – alle Feinwertungen waren identisch. Entsprechend mussten die drei dann einen doppelten Blitzentscheid untereinander austragen. Diesen konnte Sebastian Schiller für sich entscheiden und belegte damit den zweiten Platz. Im direkten Vergleich gegen Philipp Graetz triumphierte Dzvinka, da sie in der letzten regulären Runde des Turniers gegen ihn gewonnen hatte. Also sicherte sie sich den dritten Platz. Als bestes Mädchen darf sie zur Rheinland-Pfälzischen Jugendeinzelmeisterschaft fahren und in der U18w antreten.
Elias Montonen setzte sich souverän gegen Arnav durch. In Runde 3 stellte er gegen Lian einzügig seine Dame ein und gab sofort auf. Danach brachte ihm das Turnier kein Glück mehr und er landete zum Abschluss auf Platz 6.
Lian Elvers gelang der Sieg gegen Elias. Am Ende waren beide punktgleich, aber Lian hatte das Nachsehen, weil seine Feinwertung leicht schlechter war. Damit landete er auf dem undankbaren siebten Platz.
Qihang Yue war der Turnierfavorit und wurde dieser Rolle auch mehr als gerecht. Er erspielte sich fünf Siege und musste nur gegen Arnav ein Remis abgeben. Damit war er weit vor seinen Konkurrenten und erreichte als einziger Ingelheimer eine Bestplatzierung. Selbstverständlich qualifiziert ihn das für die Rheinland-Pfälzischen Jugendeinzelmeisterschaft.
Alles in allem war das ein durchaus erfolgreiches Turnier für unsere Schachjugend. Möglich war diese Organisation nur dank der fleißigen Hilfe unserer Jugend bei Auf- und Abbau, dank etlichen Kuchenspenden seitens der Eltern und, allem voran, dank unserer Meister-Caterin Uschi Häselbarth, die – mit Unterstützung von Else Rink, Qihangs Familie und unseren älteren Jugendlichen – an den vier Tagen die Spielenden, Trainer und Eltern, mit Essen und Getränken versorgte. Im Namen des Vereins möchten wir uns ausdrücklich bei Uschi und all ihren fleißigen Helferinnen und Helfern bedanken.
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