Elias Colditz und Qihang Yue sind Rheinhessenmeister
Soooo knapp reicht nicht zum Aufstieg
03.2026
Knapper gings nicht. Mit 3,5:4,5 haben wir unser erstes Spiel in der Aufstiegsrunde der ersten Rheinhessenliga gegen Vorwärts Orient Mainz I verloren.
Wirklich schade. Wie es fast schon zu erwarten war, haben die Mainzer an Brett eins ihren Gastspieler FM Pascal Karsay (2409 DWZ) eingesetzt.
Tja was soll man dazu sagen. Das ist regelkonform. Aus unsrer Sicht ist das jedoch problematisch, da er in der bisherigen Saison nur dreimal mitspielte (zweimal gegen uns). Das bedeutet einen effektiven Wettbewerbsnachteil für uns. Im Gespräch waren sich einige von uns einig: ein netter Kerl. Aber wahrscheinlich machte sein Einsatz das Quäntchen Unterschied was den Sieger in unsrem Mannschaftsmatch ausmachte.
Sei es wie es ist. Den Aufstieg können wir damit, wie schon in der letzten Saison, abhaken. Andererseits ist es auch ein Kompliment an uns, dass Vorwärts Orient uns so stark einschätzt! Sind wir ja auch!
Zum Sieg hat es an dem Spieltag aber nicht gereicht. Schneller als es uns recht war. lagen wir 0:2 zurück. Mateo spielte mit schwarz und kam auch recht solide aus der Eröffnung heraus. Auch John eröffnete sicher, so dass wir erstmal gar nicht mit einem Rückstand rechneten. Mateos Gegenüber begann nun mit einem Angriff und ein Fehler von Mateo führte dann zur Niederlage. Bei John entwickelte sich ein ungleiches Figurenverhältnis (Turm und Figur gegen drei Figuren). Zwar räumte John im Endspiel noch einige Bauern ab, jedoch war das Figurenzusammenspiel für ihn ungünstig, was das 0:2 bedeutete.
Finn brachte mal wieder eine heiße Eröffnung auf das Brett. Er schnappte sich einen Mehrbauern, jedoch konnte Pascal dafür seine Figuren stark entwickeln. Qihang startete mit einem rückständigen Bauern, während bei Thomas das Läuferpaar für einen Doppelbauerisolani entstand.
Elias hatte es mit dem starken Routinier Georg Regis zu tun. Regis spielte mit schwarz eher defensiv. Nebendran gewann Simon das Läuferpaar, leider unter schlechteren Bedingungen, als dies bei Thomas der Fall war. Alex entschied sich diesmal gegen eine stonewall Aufbau (ja der weißfeldrige Läufer…) und spielte ein eher offenes System.
Elias geriet nun doch in deutlichen Nachteil. Er war aber so clever eine Abwicklung zu erarbeiten, bei der ein Dauerschach herausspringen könnte. Vielleicht war es fehlende Aufmerksamkeit, aber sein Plan setzte sich durch – Remis.
Nun folgten Sieg und Niederlage bei uns. Thomas konnte zu dem Läuferpaar seine Türme gut positionieren. Als er auch noch die schwachen weißen Felder um den König für sich zu nutzen wusste, schlug der Angriff von Thomas stark durch. Finn verlor leider sein Spiel. Die Figurenaktivität überwog den materiellen Vorteil dann doch. Dennoch wusste Finn, Pascal einiges abzuverlangen!
Simons Endspiel erbrachte die Konstellation König, Läufer und drei Bauern gegen König, Springer und drei Bauern und endete Remis.
Alex arbeitete, konnte aber nicht mehr auf Sieg spielen. Zwischendurch mussten beide an einer spannenden Taktik rechnen, was ihnen gut gelang. Ein rückständiger Bauer machte Alex später Sorgen. Diesen gab er dann ab, konnte aber seine Dame dadurch gut positionieren. Als diese getauscht wurde, blieben jeweils ein Läufer im Bauernverbund übrig, dann gabs das Remis. Qihang bot dann ein spannendes Turmendspiel. Er hatte einen Bauern weniger und somit einen Nachteil. Aber in Turmendspielen geht einiges. Später fand er eine clevere Idee und profitierte von einem Turmopfer, welches aber zur Bauernumwandlung führte. Klar kam ihm die Zeitnot seines Gegenübers, welcher für jeden Zug nur noch 30 Sekunden Zeitzuschlag hatte, zugute. Auf dem Brett standen nun Dame und König von Qihang gegen König, Turm und vier Bauern seines Gegenübers. Entweder sah dieser die leicht zu erreichende Festungsmöglichkeit nicht (das wäre das klare Remis gewesen) oder er wollte auf Sieg spielen. Laaaange Zeit später setzte sich Qihang dann durch!
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